
Die orthopädischen Chirurgen der Mayo Clinic verfügen über Expertise in der Behandlung selbst komplexester distaler Radiusfrakturen. Als Mitglieder einer voll integrierten Praxis arbeiten sie zudem mit anderen Spezialisten zusammen, um die Versorgung von Patienten mit Begleiterkrankungen zu optimieren, die das Risiko einer Handgelenksoperation erhöhen können.
An der Mayo Clinic ermöglicht modernste Technologie die zeitnahe Bildgebung von distalen Radiusfrakturen. Cone-Beam-CT-Scans können direkt im Gipsraum durchgeführt werden. „Diese Bildgebung erlaubt uns, sehr schnell alle Details der Verletzung zu erkennen, beispielsweise ob es sich um eine Gelenkfraktur oder eine einfache Querfraktur handelt“, erklärt Dr. Dennison.
Bei komplexen Frakturen umfassen die Behandlungspläne den gesamten Prozess der multidisziplinären Versorgung. „Vor der Operation stellen wir sicher, dass unsere Anästhesisten und Rehabilitationsspezialisten über die Bedürfnisse unserer Patienten informiert sind. Wir verfolgen einen abgestimmten Ansatz für die Frakturbehandlung und die Genesung“, so Dr. Dennison.

Verschobene Fraktur des distalen Radius
Die Röntgenaufnahme zeigt eine verschobene Fraktur des distalen Radius.
Der Aktivitätsgrad und die gewünschte Handgelenksfunktion der Patienten sind entscheidende Faktoren für die Festlegung der Behandlung. „Wir untersuchen genau das Ausmaß der Gelenkverschiebung, um das Risiko einer Arthritis oder von Schwierigkeiten bei der Handgelenksrotation einzuschätzen“, erklärt Dr. Dennison. „Eine korrekte anatomische Ausrichtung ist wichtig für aktive Menschen, die bestimmte Aktivitäten wieder aufnehmen möchten. Mit zunehmendem Alter und abnehmender Aktivität werden Fehlstellungen in der Regel besser toleriert. Bei weniger aktiven Patienten zwischen 70 und 80 Jahren kann eine weniger präzise Ausrichtung in Betracht gezogen werden.“

Platte und Schrauben sorgen nach der offenen Reparatur für Stabilität.
Die nach der offenen Frakturreparatur angefertigte Röntgenaufnahme zeigt eine Platte und Schrauben, die für Stabilität sorgen, bis der Knochen verheilt ist.
Patienten, die zur Revisionsoperation überwiesen werden, machen einen großen Teil der Patienten mit distalen Radiusfrakturen in der Mayo Clinic aus. „Bei diesen Patienten kann die Wundheilung aufgrund einer Fehlstellung des Gipsverbandes oder Komplikationen durch das Implantat beeinträchtigt sein“, erklärt Dr. Dennison. „Obwohl wir diesen Patienten in der Regel helfen können, ist es ideal, sie direkt nach der Fraktur zu untersuchen, da Frakturen beim ersten Mal meist leichter zu behandeln sind.“
Für manche Patienten ist die postoperative Rehabilitation mit einem Handtherapeuten ein wichtiger Bestandteil der Behandlung. „Entscheidend ist, die Patienten zu identifizieren, die eine Therapie benötigen“, sagt Dr. Dennison. „Mit der richtigen Anleitung erreichen Patienten nach unkomplizierten Operationen oder Gipsverbänden innerhalb von sechs bis neun Monaten nach Behandlungsende selbstständig wieder ihre gewünschte Beweglichkeit. Eine Therapie beschleunigt jedoch oft die Wiederherstellung der Funktion – insbesondere bei Patienten, die lange Zeit Gips oder Verbandsverbände getragen haben – und kann Probleme mit steifen Händen und Schultern minimieren.“
Die postoperative Betreuung kann auch eine Überweisung an die Endokrinologie umfassen. „Wir behalten die Knochengesundheit von Patienten mit einem erhöhten Frakturrisiko gerne im Auge“, sagt Dr. Dennison.
Die Mayo Clinic setzt sich bei allen Patienten mit distalen Radiusfrakturen für die Wiederherstellung der bestmöglichen Handgelenksfunktion ein. „Ob die Fraktur nun Teil eines akuten Polytraumas ist oder die Folge eines Sturzes bei einem älteren Menschen oder einem Freizeitsportler – wir bieten eine umfassende Versorgung, damit unsere Patienten schnell wieder mobil sind“, so Dr. Dennison.
Veröffentlichungsdatum: 04.04.2023
